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SCHIMMELPILZE
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Trichoderma sp.

Trichoderma sp.: Trichoderma, wie z.B. T. koninigii wurde in Teppich-Staub gefunden. Ebenso konnte diese Art z.B. auf Holz und in Hausmüll nachgewiesen werden. Hypocrea spp. bildet die Hauptfruchtform (Teleomorphe) und ist vor allem in Holz zu finden.

Die meisten Trichoderma-Stämme bilden aber ausschließlich die Anamorphe. Über mögliche gesundheitliche Gefahren im Zusammenhang mit Trichoderma liegen nur wenige Informationen vor. Vermutlich ist das Gesundheitsrisiko ähnlich hoch einzustufen, wie das von Trichoderma viride, insbesondere bei Dialyse- und Transplantations-Patienten. Erkrankungen beim Menschen treten also gewöhnlich nur als opportunistische Infektionen, d. h. bei immungeschwächten Personen auf. Bisher wurden bei Immunschwäche Infektionen des Bauchfells (Peritonitis), der Lunge und Leber dokumentiert.

Als allergene Schimmelpilze sind Trichoderma-Arten eher von untergeordneter Bedeutung. Einige Fälle von allergischen Reaktionen wurden bei Holzarbeitern oder Gärtnern und Landarbeitern gefunden. In einigen Fällen konnte ein Zusammenhang mit allergischer Alveolitis hergestellt werden.

     

Trichoderma koningii zeichnet sich durch ellipsoidale, glattwandige Konidien aus, die 3-5 x 2-3 μm groß werden. Die Hauptfruchtform (Teleomorph) ist Hypocrea koningii. Die Hyphen von Trichoderma sind septiert und hyalin. Als Sporen werden Konidien auf Konidiophoren phialidisch gebildet, bei T. longibrachiatum und T. viride auch Chlamydosporen. Die Konidiophoren sind hyalin und verzweigt. die Phialiden sind hyalin, flaschenförmig, am Grund aufgebläht und im rechten Winkel zu den Konidiosporen angeordnet und können sowohl einzeln als auch in Büscheln stehen. Die Konidien sind im Durchschnitt 3 μm groß, einzellig, rund bis ellipsoid und meist grün. Sie sind in Köpfchen und den Phialidenspitzen gruppiert. T. viride produziert Mykotoxine (Trichothecene, wie z.B. T2-Toxin).

Allgemein wirken Trichothecene zellschädigend. Trichothecene werden über die Haut oder die Nahrung aufgenommen und greifen zunächst den Verdauungstrakt an. Sie können aber auch das Nervensystem, die Blutbildung sowie das Immunsystem stark beeinträchtigen. Durch die Störung des Immunsystems wird der Körper anfälliger für Infektionskrankheiten. Trichothecene können entzündliche und blutende Lungenerkrankungen hervorrufen. Eine Vergiftung über die Nahrung mit Trichothecene äußert sich beim Menschen durch Erbrechen, Durchfall und allergischen Hautreaktionen. Trichothecene werden aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Strukturen in 4 Untergruppen eingeteilt.

 
Abb.: Deoxynivalenol, Trichothecene und T-2-Toxin

Am häufigsten kommen Trichothecene des Typ A und Typ B vor. Zu den Typ B Trichothecenen gehört auch Deoxynivalenol. T-2-Toxin ist ein Mykotoxin (Gift der Schimmelpilze) aus der Gruppe der Trichothecene und vor allem ein Fusarium-Toxin. Es zählt zu den Typ-A-Trichothecenen und entsteht als Stoffwechselprodukt von Pilzen verschiedener Gattungen. Eine krebserzeugende Wirkung bei verschiedenen Tieren ist nachgewiesen. Die wichtigsten strukturellen Merkmale, welche Grund für die biologischen Aktivitäten der Trichothecene sind, sind der 12,13–Epoxy-Ring, das Vorhandensein von Hydroxy- oder Acetylgruppen an geeigneten Positionen im Trichothecen–Kern und die Struktur und Position der Seitenketten. Sie werden aufgrund ihrer unterschiedlichen chemischen Strukturen und ihrer Giftigkeit in 4 Untergruppen (Typ A bis D) eingeteilt, wobei Typ A und B am häufigsten vorkommen. Typ–B–Trichothecene unterscheiden sich durch eine Carbonylgruppe in C–8 vom Typ A.