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Rhodotorula / Torula

Rhodotorula/ Torula: Rhodotorula-Arten gehören unter den Hefepilzen zu den häufigsten luftverbreiteten Vertretern dieser Gruppe. Sie vermehren sich durch Sprossung: dies ist eine Form der ungeschlechtlichen Fortpflanzung. Zunächst entsteht ein Auswuchs an der Mutterzelle, dann erfolgt die Einwanderung eines Tochterkerns, und schließlich kommt es zur Abschnürung der Tochterzelle.
Die systematische Stellung von Rhodotorula ist nach wie vor unklar.

Der Großteil der Arten gehört zur Klasse der Microbotryomycetes, und zur Klasse der Cystobasidiomycetes. Beide Klassen gehören zur Unterabteilung der Pucciniomycotina. Rhodotorulae zeichnen sich durch rote bis orangefarbene Kolonien aus, die sie deutlich von den stärker humanpathogenen Candida-Spezies unterscheiden. Sie treten selten als Erreger opportunistischer Mykosen bei stark immungeschwächten Menschen (mit z.B. AIDS, akuter Leukämie) auf. Außerdem können sie Meningitis, Endocarditis, Ventriculitis, Peritonitis, Endophthalmitis, Kathederinfektionen und Sepsis verursachen.

Rhodotorula-Kolonien sind schnellwachsend, glatt, glänzend oder matt, manchmal rau, weich und schleimig. Viele Stämme haben rote oder gelbe Pigmente. Ihre Farbe variiert deshalb von cremefarben bis pink, korallenrot, orange oder gelb. Rhodotorula reproduziert sich asexuell. Die Reproduktion erfolgt dabei durch multilaterale oder polare Knospung. Die Blastokonidien sind subglobos, eiförmig, ellipsoid oder länglich. Es können sowohl echte Hyphen oder auch Pseudohyphen gebildet werden, sie sind allerdings selten. Es sind keine Ballistokonidien bekannt. Rhodutorula-Arten besitzen nicht die Fähigkeit zur Fermentation. Stärkeähnliche Produkte werden nicht synthetisiert. In Zellhydrolysaten ist mit Ausnahme von Rhodutorula yarrowii keine Xylose vorhanden. Rhodotorula-Arten sind weltweit in den unterschiedlichsten Lebensräumen verbreitet. Sie kommen in der Luft, im Boden, in Seen und Meeren vor. Sie besiedeln die Oberfläche von Pflanzen, Säugetieren und auch den Menschen. Rhodotorula kann dabei Lipide, Hemizellulose und stickstoffhaltige Stoffe aus ihrer Umwelt filtrieren. Manche Stämme können auch Ferulasäure, Hydroxyzimtsäuren, Gallussäure und Tannine assimilieren.