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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

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MYKOTHEK

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Phoma spp.

Phoma spp.: Vertreter der umfangreichen Formgattung Phoma kommen weltweit saprophytisch auf Pflanzen vor. Phoma herbarum ist ein saprophytischer Organismus. Systematisch werden Phoma spp. bei den Coelomycetes eingeordnet. Durch Phoma spp. verursachte Krankheiten beim Menschen sind eher selten. Meist handelt es sich um cutane bzw. subcutane Infektionen. Es können jedoch auch systemische Erkrankungen auftreten.

Einige Phoma-Arten sind in der Lage, Mykotoxine (Cytochalasine, Tenuazonsäure) zu bilden.

               

Abb.: Cytochalasine A, Cytochalasine B, Cytochalasine C, Cytochalasine D, Cytochalasine E, Cytochalasine F

Phoma exigua ist ein Bläuepilz, der befallenes Holz oberflächlich befällt und durch seine dunkel gefärbten, melanisierten Hyphen verfärbt. Viele Arten von Phoma passen sich leicht an Innenraum-Bedingungen an und wachsen gut auf Baumaterialien. Phoma glomerata ist die häufigste Art, die in Innenräumen gefunden wird. Dieser Pilz wird auch auf Holzprodukten (Birke), Papier, Textilien (Wolle), Leder, ausgewählten Nahrungsmittelen, wie Obst und Gemüse, Milchprodukten, tierischen und pflanzlichen Fetten gefunden. Phoma scheint eine Affinität für lipidhaltige Substrate, wie Samen und Nüsse, zu haben. Optimale Temperaturen für das Wachstum liegen im Bereich von 26 °C bis 37 °C, aber einige Arten, wie P. glomerata sind nicht in der Lage, bei 37 °C zu wachsen. Diese hydrophilen Pilze wachsen gut auf nahezu allen feuchte-gesättigten Materialien mit Wasseraktivitäten von aw= 0,90. In Innenräumen sind Phoma sp. üblicherweise auf nassen und feuchten Farben, Holz, Tapeten, Fensterrahmen, Deckenfliesen, Teppichen und auf der Rückseite von Linoleum zu finden; Phoma wird auch häufig aus Hausstaub isoliert; Phoma sp. kann rosa und lila Flecken auf gestrichenen Wänden durch ein Pigment produzieren. Die Pilze können auch auf Zement, Gummi und Papier wachsen. Auf nassen Gipsbauplatten wird ihr Wachstum jedoch langsamer. Phoma sp. soll auf Baumaterialien wachsend geringe Auswirkungen auf die Raumluftqualität haben, weil die Sporen nicht leicht verbreitet werden.