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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

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Memnoniella echinata

Memnoniella echinata: Memnoniella ähnelt am ehesten dem Stachybotrys Schimmelpilz und sie wachsen oft zusammen auf Zellulose-haltigen Baumaterialien, wie Holz- und Spanplatten oder aber auch Gipskartonplatten (Gipskartonagen). Sie gelten als stark cellulolytisch. Memnoniella ist ein Mykotoxinproduzent und verursacht allergische Symptome beim Menschen. Memnoniella-Sporen sind kleiner als die von Stachybotrys, so dass es für sie leichter ist, in die menschliche Lunge einzudringen. Memnoniella-Sporen werden vom Wind verweht und der Pilz lebt in einer feuchten und warmen Umgebung, wo er sich weiter vermehrt. Wenn die Feuchtigkeitsquelle versiegt, trocknet der Schimmelpilz aus.

         

Memnoniella können in Wohnungen über lange Jahre hinweg leben. Oftmals entdeckt man den Pilz erst wenn Bauteile geöffnet werden, so z.B. bei undichtem Dach oder feuchten Trockenbau-Wänden nach Wasserschäden. Memnoniella kann schwerwiegende Auswirkungen auf Asthmatiker und Atopiker haben. Die typischen Symptome sind Halsreizungen, Augen- und Nasen-Juckreiz sowie Hautausschläge. Der Aufenthalt in einem geschlossenen Raum kann die Symptome nach und nach verstärken. Langzeiteinwirkung kann den menschlichen Körpers stark in Mitleidenschaft ziehen. In Häusern gesammelte Stachybotrys chartarum-Isolate enthielten eine Reihe von hochtoxischen Verbindungen. Die toxischen Verbindungen, wie Phenylspirodriman, Memnopeptid A, Trichodermol, Trichodermin und Verrucarol, aus Memnoniella echinata waren ähnlich; jedoch war der Hauptmetabolit dabei Griseofulvin = (+)-7-Chlor-2',4,6,-dimethoxy-2,3-dihydro-benzofuran-3-on-2-spiro-1'-(2'-methoxy-6'-methyl-cyclohex-2'-en-4'-on.

Abb.: Phenylspirodriman, Memnopeptid A, Trichodermol, Trichodermin, Verrucarol und Griseofulvin

Dieses Benzofuranderivat und Schimmelpilzgift wird auch von Penicillium griseofulvum abgesondert und besitzt eine antibiotische Wirkung auf Dermatophyten (Fadenpilze). Griseofulvin kann zu Schlafstörungen, Schwindel und Kopfschmerz führen. Auch rheumatische Nebenwirkungen sind beobachtet worden. Die Memnoniella echinata-Toxine können nicht nur durch Hautkontakt aufgenommen, sondern und vor allem über die Atemwege als toxinhaltige Memnoniella-Sporen eingeatmet werden. Eine Reizung der Haut bzw. der Schleimhäute sowie eine Störung des Immunsystems ist die Folge, was bedeuten kann, dass allein der Aufenthalt in Räumen mit Memnoniella-Befall ein Risiko für die Gesundheit darstellen kann. Schon bei geringer Sporenkonzentration in der Raumluft treten Toxinwirkungen auf. Auch tote Sporen können toxisch und allergen wirken. Die Stadien einer Toxinvergiftung sind:

•Im ersten Stadium treten Geschwüre in der Mundschleimhaut auf, verbunden mit vermehrter Speichelbildung, Nasenschleimhautentzündung und Entzündungen der Bindehaut des Auges.

•Das zweite Stadium ist gekennzeichnet durch Verminderung der weißen Blutkörperchen.

•Im dritten Stadium ist die Blutgerinnung blockiert. Erhöhte Temperatur und Durchfall sind weitere Kennzeichen diese Stadiums.

•Im vierten Stadium ist keine Nahrungsaufnahme mehr möglich. Es kommt zum Tod.