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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

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Abhilfe gegen hohe Baufeuchte möglich?

 

1. Getimte Gewerkefolge


Man kann die Bauzeit jahreszeitlich angepasst einteilen und unbedachte Gewerkefolge vermeiden. Das Bautiming kann wie folgt gestaltet werden:

  • der Rohbau wird bis zum Winter eingedeckt
  • die Installationen folgen in der Frostperiode, Fensteröffnungen sind provisorisch abgedichtet und der Bau wird trocken geheizt
  • der Innenputz wird im frostfreien Winter aufgebracht
  • der Estrich wird nach den Frostperioden eingebaut
  • nach weiterer Abtrocknung werden die Fenster eingebaut mit Leibungsputz
  • das Aufbringen des Außenputzes erfolgt erst im späten Frühjahr

 

2. Die Abhilfemöglichkeit besteht zusätzlich oder alternativ auch in einem cleveren Klimamanagement oder in besonderen Vorkehrungen:

 

a) Natürliche zyklische Trocknungslüftung:

 

Durch die sogenannte natürliche zyklische Trocknungslüftung erfolgt hierbei der Wasserabtransport aus dem Neubau mittels ablüftender Raumluft. Das Wirkprinzip ist zudem noch recht energiesparend:

  • kalte und trockenere Außenluft wird in den Neubau eingeführt und darin erwärmt. Warme Luft kann zusätzliche Luftfeuchte aus den feuchten Baumaterialien aufnehmen
  • Jetzt wird die nun wasserreichere, wärmere Innenluft erneut gegen kalte trockenere Außenluft ausgetauscht. Die unterschiedliche Lufttemperatur sorgt für den Abtransport der Baufeuchte.

  

Fotos: Professionelle Dachbelüftungsanlage (links) mit Klimasteuerung (rechts)

 

Mit jedem Luftwechsel wird eine gravierende Menge Baufeuchte abtransportiert. Ein Beheizen des Neubaus und damit auch der Raumluft macht den Wasserabtransport effektiver. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Aussenluft und je länger dieses Prinzip angewendet wird, um so mehr Wasser wird aus dem Neubau „entsorgt“.

Aber: Der Zeitdruck am Neubau („Zeit ist Geld“) verhindert zunehmend diese Art des Klimamanagements.

  

Fotos: Kondenstrockner im Dachraum (links) und professionelle Trocknungsaggregate (rechts)

 

b) Technische Trocknung:

 

Technische Trocknungsgeräte können nach unterschiedlichen physikalischen Methoden arbeiten:

  • Kondensation der hohen Luftfeuchte (Kondenstrockner)
  • Adsorption der hohen Luftfeuchte (Adsorptionstrockner)
  • Austreiben der Baufeuchte mittels Mikrowellen oder Infrarotstrahlung, meist in Kombination mit Lüftungsgeräten

ABER: Bei technischen Trocknungen sind durch zu schnellen Wasserentzug Materialschäden wie Risse, Schwinden und Verformungen nicht auszuschließen.

 

c) Schutzimprägnierung mit alkalischen Silikaten

 

Bei der Schutzimprägnierung werden vor allem die Holzoberflächen mit in spezieller Technik aufgesprühten, alkalischen Silikaten gegen Schimmelpilzwachstum geschützt. Schimmelpilze mögen eher saures Milieu als Oberflächen mit hohem pH-Wert (Infomaterial anfordern)

      

Fotos: Auftragen eines Silikatschutzes auf anfällige Holzoberflächen

 

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