• bld27.jpg
  • bld15u.jpg
  • bld21.jpg
  • bld01.jpg
  • bld10u.jpg



SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

kirche                              orgel

Zugriffe: 1319

 

Warum entsteht dieser erhebliche und großflächige Schimmelpilzbefall?

 

Vor allem durch den immer schnelleren Bauablauf verbleibt keine Zeit mehr für natürliches „Feuchtemanagement“ am Bau: Nach dem schnell erstellten Mauerwerksrohbau wird rasch der Dachstuhl aufgesetzt und das Dach eingedeckt: Ohne ausreichende Trocknungszeiten wird der Innenputz an Wand und Decke aufgebracht, danach wird gleich der Estrich eingebaut. Auch werden die Fenster häufig zu früh installiert.

  

Fotos: Einbringen des Estrichs (links) und Kondensat an der Dach-Unterspannbahn (rechts)

 

Große Mengen Wasser werden in Form von Anmachwasser in den Bau eingebracht. Pro Zentimeter Estrich werden alleine ca. 2 bis 3 Liter Wasser pro Quadratmeter mit „eingebaut“, bei 6 cm sind das ca. 12 bis 18 l pro qm. Bei 100 qm Grundfläche werden so ca. 1200 bis 1800 Liter Wasser = 1,2 bis 1,8 Tonnen Wasser dem unfertigen Bau „hinzugefügt“. Durch Wandputz etc. bei ca. 80 m Wand mit 2,5 m Höhe und 2 cm Putzschichtdicke und einem Wasseranteil von 40% kommen nochmals ca. 1.600 Liter = 1,6 Tonnen Wasser dazu. Zusammenfassend: Pro 100 qm Neubaufläche werden ca. 2.800 l bis 3400 l Wasser miteingebaut. Es muss durch chemische Bindung (z.B. Carbonatisierung) und Verdunstung im Laufe der Zeit reduziert werden.

  

Fotos: Baufeuchte kondensiert an der Unterspannbahn: Angrenzende Hölzer verschimmeln

 

Erst wenn alles eingebrachte Wasser und Anmachwasser verdunstet und aus dem Gebäude abgeführt sind, wird der Neubau nachhaltig trocken. Dies dauert in der Regel aber Monate. Eine unzureichende Lüftung schafft es nicht, die Baufeuchte aus dem Bau bringen.

  

Foto: Schimmelpilzbefall am Dachstuhl schon im unfertigen Neubau durch Kondensatbildung

 

WEITERE INFORMATIONEN