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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

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Geotrichum candidum

Geotrichum candidum: Dieser Schimmelpilz ist ein saprophytischer, hefeähnlicher Pilz, der auf sauren Lebensmitteln und im Erdboden gedeiht.

Auch bei Fäkalschäden und in Abwässern tritt er oft auf. Andere Stämme von Geotrichum candidum treten als Pflanzenpathogene auf. Geotrichum candidum ist durch Hyphen charakterisiert, die in rechteckige Arthrosporen zerfallen. Es werden keine Sprosszellen gebildet. Geotrichum candidum (Milchschimmel) ist der Erreger der Mykose „Geotrichose“, die sich durch chronische Entzündung von Haut, Mundschleimhaut, Bronchien und durch verminderte Infektionsabwehr bemerkbar macht.

Einige Geotrichum-Stämme leben saprophytisch oder pathogen im menschlichen Darm oder Lunge. Eine mögliche Unterscheidung zwischen pathogenen und apathogenen Stämmen ist noch nicht eindeutig nachgewiesen, zumindest ist aber die Produktion und Sekretion von proteolytischen Enzymen nachgewiesen worden, ein Vorgang, der z. B. bei Hefen als der maßgebliche Virulenzfaktor in der Literatur beschrieben wird. Bei Patienten, die abwehrintakt sind, kommen keine Adhärenzen vor. Adhärenz bezeichnet das Anhaften von Bakterien an extrazelluläre Strukturen mittels so genannter Adhäsine oder die Anhaftung von Zellen untereinander (Zell-Zell-Kontakte). Bei abwehrgeschwächten Patienten kann eine Dauerbesiedelung auf der Schleimhautoberfläche des Darmes erfolgen, welche durchaus pathologische Formen annehmen kann. Für eine lokale Abwehrschwäche muss kein schwerwiegender Immundefekt vorliegen. Eine Störung der Mikroökologie des Darmes durch Antibiotika oder durch eine systemische Kortikosteroidtherapie reicht aus, dass die fakultativ pathogenen Erregern invasiv werden. In der menschlichen Mundhöhle können diese Besiedelungen zu Belägen ähnlich einer oralen Candidose führen. Bei Ansiedelungen im intestinalen Bereich entstehen klinische Symptome. Auch sind Organmanifestationen, insbesondere in bronchialen, seltener pulmonalen Formen, beschrieben. Geotrichum candidum, nachgewiesen in der Vagina mit hoher proteolytischer Aktivität, kann der Grund für rätselhafte Rezidive von vaginalem Pilzbefall sein.