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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Sieht man es einem Schimmelpilz an, ob und wie sehr er gefährlich ist oder nicht?

Nein, es ist unmöglich, die Schimmelart exakt zu erkennen und damit die Gefährlichkeit abzuschätzen.

 

Wieso sind manchmal Schimmelpilze der gleichen Art unterschiedlich gefärbt?

Schimmelpilze wechseln ihre Farben je nach Umweltbedingungen (Substrat = Nährboden, Temperatur, pH-Wert). So können die Konidienträger des gleichen Schimmelpilzes je nach Alter und Nährstoffangebot unterschiedlich stark und verschiedene Pigmente einlagern und damit auch unterschiedlich gefärbt sein.

Ist ein Schimmelbefall immer gefährlich?

Nein, es gibt verschiedene Schimmelpilzarten mit unterschiedlichem Gefährdungspotential. Dieses ist immer von den Hauptfaktoren „Zeitdauer der Einwirkung“, „Konzentration der z.B. Schimmelpilztoxine und Schimmelsporen etc. in der Atemluft“ und „Empfindlichkeit oder Immunsystemzustand des Menschen“ abhängig, wie intensiv und nachteilig Schimmelpilze die Gesundheit des Einzelnen beeinträchtigen können.

Wie schnell kann Schimmel wachsen?

Unter optimalen Bedingungen auf einem günstigen Nährboden kann sich ein Schimmelpilz in 24 Stunden um mehrere Quadratzentimeter flächig ausdehnen.


Ab wann wird ein Schimmelbefall in Innenräumen problematisch?

Ab ca. 0,5 m2 (UBA-Leitfaden).

Wieso wächst ein Schimmelpilz wieder, selbst wenn er sorgfältig abgewischt wurde?

Der eigentliche Schimmelpilz (Myzel) kann oftmals tief in den Putz einer Wand eingewachsen sein. Je nach Wandmaterial können auch mehrere Zentimeter Tiefe erreicht werden. Der „Schimmelbewuchs“ auf der Oberfläche sind lediglich die Konidienträger, also die Bildungszentren für die Sporen.

 

Ist ausgetrockneter Schimmelbelag ungefährlich?

Nein, der Schimmel hinterläßt Eiweißbruchstücke, die nachwievor gesundheitlich relevant sein können; außerdem bleiben Sporen zurück, die bei wieder günstigen Bedingungen auskeimen können. Sobald dann wieder genug Feuchtigkeit zur Verfügung steht, wächst das aus der Spore gebildete Myzel weiter.

 

Kann Essig gegen Schimmel empfohlen werden?

Nein, keinesfalls! Schimmelpilze lieben saures Mileu. Essig (=Säure) kann durch die pH-Erniedrigung sogar das Schimmelwachstum fördern. Enthält der Schimmel-befallene Untergrund Kalk, wird die Essigsäure durch den alkalischen Kalk neutralisiert, zurück bleiben organische Stoffe (Acetate), die dem Schimmel als Nahrungsgrundlage dienen. Das Schimmelwachstum wird also eher gefördert.

 

Können chlorhaltige Schimmel-Bekämpfungsmittel (erhältlich z.B. im Heimwerker- oder Baumarkt) verwendet werden?

Chlor tötet die Schimmelpilze sehr wirksam ab. Gasförmiges Chlor kann aber reizend, vor allem auf Schleimhäute, wirken. Augenbrennen, Hautausschläge (Chlorakne), Husten etc. können die Folge sein. Chlor kann beispielsweise von Bakterien in der Wand zu Trihalomethanen abgebaut werden.

 

Wie lüfte ich richtig?

Der Mensch hat ein gutes Gefühl für Wärme, aber nicht für Luftfeuchtigkeit. Manche Menschen empfinden auch 85% Luftfeuchtigkeit nicht als „feucht“, sondern noch als trocken. Luftfeuchtigkeit wird individuell verschieden empfunden.

Kondenswasser auf den kalten Fenstern ist meist ein sicheres Zeichen für zu hohe Luftfeuchte. Stoßlüftung ist angezeigt!

Hilfreich ist auch ein Hygrometer, da es die relative Luftfeuchte mißt und „individuelles Empfinden“ ausblendet. Am besten wäre es, in jedem Raum wenigstens ein Hygrometer zu postieren; so läßt sich die Luftfeuchte sehr gut Raum für Raum überwachen.

 

Wie soll man richtig lüften?

Im Winter ist die kalte Außenluft relativ trocken, meist trockener als drinnen. Holt man sich trockene Luft von draußen ins Gebäude, sinkt die relative Luftfeuchte im Gebäude. So kann man ein gutes Trocknungsergebnis erreichen. Am besten alle Fenster gleichzeitig kurz (nicht länger als 10 min) weit öffnen, um Durchzug zu erzeugen. Längeres Lüften ist kontraproduktiv, denn dadurch werden die Wände und Fensterleibungen ausgekühlt. Dann kann hier auf den unterkühlten Flächen verstärkt Schimmel wachsen. Außerdem führt dies zu höherem Heizbedarf. Günstig wäre es, man wiederholt 3-5mal pro Tag diese Art der Lüftung. Die erste Lüftung sollte unmittelbar nach dem Aufstehen morgens, die letzte vor der Nachtruhe erfolgen.

Im Sommer dagegen sollte man das Lüften von kühleren Räumen und Kellern immer nachts oder zeitig in der Früh vornehmen, denn da ist die Außenluft noch relativ kühl und trocken.

 

Ab welcher relativen Luftfeuchtigkeit wachsen Schimmelpilze?

Ab bereits ca. 60-65% rel. Feuchtigkeit können xerophile (an „Trockenheit“ gewöhnte) Schimmelpilze zu wachsen beginnen. Ab ca. 80% rel. Feuchtigkeit keimen dann viele Schimmelpilz-Sporen. Unterhalb von 60-65% rel. Feuchtigkeit sterben Schimmelpilze zwar nicht ab, sie wachsen aber auch nicht weiter.

 

Wie verhindere ich Schimmelbildung im Bad?

Im Bad können durch Duschen und Baden in kurzer Zeit sehr viel Feuchtigkeit anfallen. Nach jedem Duschen/Baden („Feuchtespitzen“) sofort intensiv über die Fenster lüften, evtl. Duschkabine mit einem Tuch oder Wischer trocken wischen. Feuchte Hand- und Badetücher möglichst an einem geeigneten Ort (z.B. Balkon) aufhängen. Textile Vorhänge sollten im Bad grundsätzlich vermieden werden.

 

Trotz Lüften liegt immer noch eine hohe Luftfeuchtigkeit im Haus oder in einzelnen Räumen vor, was ist zu tun?

Hier kann der Einsatz eines oder mehrerer Luftentfeuchter angebracht sein. Diese Geräte müssen selten im Dauerbetrieb sein. Entfeuchtung über ein paar Stunden über Nacht genügen, um die rel. Luftfeuchte zu verringern. Der Stromverbrauch ist dabei meist kleiner als bei einem kleinen Kühlschrank.

 

Wie sollten Kellerräume gelüftet werden?

Im Sommer sollten Kellerräume möglichst nicht am Tag gelüftet werden, sondern in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Im Winter sollte ebenfalls gelüftet werden; hier kann eigentlich zu jeder Tageszeit die Lüftung erfolgen.