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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

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Cladosporium sphaerospermum

Cladosporium sphaerospermum: Cladosporium sphaerospermum ist ein kosmopolitischer Schimmelpilz, der eine Vielzahl von Umgebungen bewohnen kann. Er wird vorwiegend in der Luft (Innen- und Außenluft) gefunden. Als halotoleranter Mikroorganismus gedeiht C. sphaerospermum in Gebieten mit hohem Salzgehalt. Die phylogenetische Analyse von RNA zeigt, dass C. sphaerospermum eine komplexe Pilzspezies ist und so eine Anzahl von unterschiedlichen Stämmen umfasst. Der Pilz gehört zu den Schwärzepilzen, die den Farbstoff Melanin einlagern. Es gibt drei grundlegende Arten von Melanin: Eumelanin , Pheomelanin und Neuromelanin. Die Melaninsynthese läuft im Menschen über Tyrosin.

                           

Melanin ist bei den Cladosporien ein Sekundärstoffwechselprodukt. Es bietet Schutz vor ultraviolettem Licht und Oxidationsmitteln (Sauerstoff, Ozon) und erleichtert die Pilzvermehrung in den Bereichen mit hohen Strahlungsniveaus (im Freien bei Sonnenlicht) und hohen Temperaturen. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Pilz Melanin aus einem endogenen Substrats über eine 1,8-Dihydroxynaphthalin-Zwischenstufe (DHN) produziert. Jüngste Mikroskop-Studien zeigen, dass Melanin mit der Zellwand verbunden ist, vermutlich mittels Vernetzung mit Polysacchariden. Es ist wahrscheinlich, dass die Melaninsynthese in internen Vesikeln stattfindet. Melanin wird zur Zellwand über diese Vesikel transportiert. Melanin wird durch das erzeugte Oxidation der Aminosäure  Tyrosin , gefolgt von Polymerisation. Das Pigment wird in einer speziellen Gruppe von Zellen, wie bekannt ist, hergestellt Melanozyten .

C. sphaerospermum produziert 9 verschiedene Gibberelline also Phytohormone, d.h. Pflanzenwachstumshormone, die für das Pflanzenwachstum und -Entwicklung notwendig sind. Bei sensibilisierten Menschen können die Sporen von Cladosporium herbarum aber schwere Schimmelpilzallergien auslösen, die zu den typischen allergischen Reaktionen wie Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder sogar zu Asthma führen. Besonders empfindliche Personen sollten deshalb Garten- oder Heuarbeiten vermeiden und den Sporenflugkalender beachten.