• bld23.jpg
  • bld24.jpg
  • bld19.jpg
  • bld21.jpg
  • bld13u.jpg



SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

kirche                              orgel

Cercospora spp.

Cercospora spp.: Die Cercospora-Blattfleckenkrankheit ist weltweit verbreitet und die wichtigste und schädlichste Blattkrankheit an Zuckerrübe, Randen und Stielmangold (Krautstiel). Ein früher Befall beeinträchtigt den Rübenertrag und Zuckergehalt erheblich. Verluste können bis zu 40 % betragen. Ein milder Winter, ein warmer Frühling, ein früher Reihenschluss und hohe Niederschlagsmengen in den Monaten Juni und Juli fördern den Befall. Die Konidienträger wachsen aus den Spaltöffnungen oder brechen direkt durch die Epidermis.

     

Die Konidien sind hyalin, nadelförmig, glatt, gerade oder leicht gekrümmt und besitzen Septen. Von C. beticola ist keine Hauptfruchtform bekannt. C. beticola lebt als Parasit nekrotroph in den Zuckerrübenblättern und Stielen. Das heisst der Pilz ernährt sich von toten Zellen des Wirtes, den sogenannten Nekrosen, die er selbst mit der Ausscheidung von Phytotoxinen hervorgerufen hat (Perthophyt). Das bekannteste Phytotoxin heisst Cercosporin. Cercosporin wird durch sichtbares Licht aktiviert und reagiert mit molekularem Sauerstoff unter Bildung von reaktivem Singulettsauerstoff und anderer freier Radikalen. Diese beschädigen die Zellmembranen, was zum Zelltod führt. Sterben mehrere Zellen, wird dies als typische Nekrose auf den Blättern sichtbar. Neben Cercosporin werden von C. beticola auch das Pflanzentoxin Beticolin und hydrolytische Enzyme (Zellulase, Pectinasen und Esterasen) abgesondert.

     

Triazole und Strobilurine versagen als Fungizide immer häufiger, weil C. beticola Resistenzen entwickelt hat. Durch die Kombination von je einem Triazol und einem Strobilurin wird einer Resistenzbildung vorgebeugt. Manchmal finden sich die Sporen bei Aussenmessungen im Rahmen von Freimessungen nach Schimmelpilzsanierungen in Gebäuden.