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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

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Schimmelpilze in Importcontainern

 

Biologische Gefährdungen

 

Um beim Im- und Export von Gütern in Containern eine Verbreitung von Schadorganismen zu verhindern, werden die beladenen Container entweder begast oder die Ladung bzw. Stau- und Transporthölzer hitzebehandelt. Die Behandlungen töten zwar Schadinsekten ab, sie führen jedoch nicht zur Trocknung der Materialien. Dies führt dazu, dass während des (See-)Transports durch geeignete Lebensbedingungen rasch Bakterien und Schimmelpilze wachsen. Sie geben vor allem allergene oder toxische Sporen an die Luft ab.
 

Makroskopisch zeigt sich Schimmelpilz-Wachstum durch ein verschiedenfarbiges, watteartiges Myzel oder Konidien auf den Holzoberflächen. Vor allem beim Öffnen der Container beim Zoll oder beim Entladen treten Gefahren für das Personal durch pilzbefallene Materialien auf. Schimmelpilz-Sporen, die beim Öffnen der Containertüren aus dem Container und im Inneren beim Entladen und damit Entfernen von pilzbefallenen Materialien abgelöst und aufgewirbelt werden, können durch Einatmen oder über offene Wunden in den Körper gelangen. Allergien oder Mykosen können entstehen.

 

Schimmelpilze sind potentiell allergen und bei längerfristigem intensiven Kontakt kann eine Sensibilisierung die Folge sein. Negative gesundheitliche Auswirkungen sind in der Lunge und den Atemwegen zuerst bemerkbar.
 

 

Beschäftigte mit geschwächtem Immunsystem (verursacht durch z.B. chronische Erkrankungen oder nach Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten) sollten eine Exposition mit Schimmelpilzen besonders vermeiden, um nicht eine wenn auch seltene Mykose (Infektion mit Schimmelpilzen) auszulösen.

Durch Mykotoxine aus Schimmelpilzen können auch toxische Wirkungen ausgehen wenn diese als Stoffwechselprodukte  (Metabolite)der Schimmelpilze in die Umgebung freigesetzt werden. Aber auch durch Zellwandbestandteile der Schimmelpilze (Glukane) gehen Gefahren aus. Einige Mykotoxine (z.B. Aflatoxin, Satratoxin, Myrotoxin, Verrucarin etc.) sind sogar krebserzeugend wenn sie in den Körper inhalativ, oral oder dermal gelangen. Gefürchtet sind besonders die Schimmelpilze Aspergillus flavus und Stachybotrys chartarum.

 

Schutzmaßnahmen:

 

Der Lieferant sollte durch die Verwendung trockenen Holzes für Verpackungen oder für die Transportsicherung (Stauhölzer) einen Schimmelpilzbefall vermeiden.
 

Werden pilzbefallene Materialien festgestellt, sollten insbesondere folgende Maßnahmen in Anlehnung an die TRBA 500 „Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen“ und die Arbeitsstätten-Richtlinien 34/1-5 ergriffen werden, wie z.B.:

 

  • Waschgelegenheiten und vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidemöglichkeiten sind zur Verfügung zu stellen.
  • regelmäßiges Reinigen und Wechseln von Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung
  • getrennte Aufbewahrung von Straßenkleidung und Arbeitskleidung bzw. persönlicher Schutzausrüstung
  • Container mit Schimmelpilz-belasteter Ware nach Möglichkeit im Freien entladen
  • geschlossene Arbeitskleidung tragen
  • Handschuhe tragen
  • vor Pausen und nach Tätigkeitsende Hände waschen
  • Persönliche Schutzmaßnahmen
  • partikelfiltrierenden Atemschutz verwenden, mindestens Partikelfilterklasse 2
  • treten gleichzeitig gasförmige Gefahrstoffe (z.B. Lösemittel- oder Begasungsmittelreste, wie Brommethan) auf, Kombinationsfilter verwenden! Siehe auch: www.binker.eu.


Falls Sie selbst die Fachkunde nicht haben oder nicht über ausgebildetes Personal verfügen: Wir haben einen speziell ausgerüsteten mobilen Schimmelpilz- und Bakterienbeseitigungs-Trupp mit der Möglichkeit der Sporenbindung und Desinfektion ohne Gefährdung Dritter.

 

 

Rufen Sie uns an:

Tel. 0049 (0) 9123 99820