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SCHIMMELPILZE
AM DACHSTUHL


Holzwurmbefall in Kirchen und Orgeln?

Hier kann Ihnen geholfen werden

MYKOTHEK

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Wasserschadenbeseitigung


Ein Wasserschaden in Gebäuden kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind anzutreffen:

  • Wasserschäden durch defekte Wasch- oder Spülmaschinen
  • Wasserschäden durch undichte Duschen oder Badewannen
  • Wasserschäden durch undichte Dampfsperren in Dächern (Kondensatschäden)
  • Wasserschäden durch Leckagen in der Fußbodenheizung
  • Wasserschäden durch Risse oder Undichtigkeiten in Fäkalrohren
  • Wasserschäden durch Rohrbrüche in Heizungs- oder Wasserleitungen
  • Wasserschäden durch Elementareinwirkungen (Überschwemmungen, sintflutartigen Regen, …)
  • Wasserschäden durch undichte Dacheindeckungen und -anschlüsse


Das Wasser dringt als Flüssigkeit in Bereiche ein, die nur sehr langsam bzw. kaum von selbst wieder austrocknen können. Die Folge von durchnässten Wänden, Decken oder Böden ist dann oft innerhalb weniger Tage die Schimmelpilzbildung oder das Bakterienwachstum und damit gesundheitliche Gefährdung der Bewohner.

 

Eine kurzfristige technische und fachgerechte Trocknung verhindert weitgehend Schimmelpilzbildung, Bakterienansiedelung und Folgeschäden, wie zerstörte Gipskartonagen, abplatzenden Putz, Ausblühungen etc.

 

Je nach Bausubstanz und Aufbau der betroffenen Konstruktion kann der Wasserschaden durch folgende Verfahren behoben werden:

 

Kondenstrockner: Sie entziehen zur Raumtrocknung der Luft die Feuchtigkeit. Die feuchte Raumluft wird mittels eines Ventilators angesaugt und über ein Kühlteil (Kondensor) geführt. Er kühlt die Luft schlagartig unter den Taupunkt ab. Die Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensiert an der kalten Oberfläche des Kondensators und tropft in einen Auffangbehälter. Die den Kondensor verlassende Trockenluft nimmt wieder neue Feuchtigkeit aus dem Raum auf und entzieht so der Bausubstanz weitere Feuchtigkeit. Eine kontinuierliche Trocknung findet statt. Für gute Luftbewegung im Raum werden zusätzlich oft noch Umwälzventilatoren oder Gebläse eingesetzt. Für die Trocknung von Hohlräumen, Balkenzwischenfeldern, abgehängten Zwischendecken, Versorgungsschächten, Trittschalldämmungen unter Estrichböden etc. werden zusätzlich Kondenstrockner mit einem Verdichter (Turbine) verwendet. Der Verdichter fördert die getrocknete Luft des Kondenstrockners mit höherer Pressung in Bereiche der Bausubstanz, die sonst nur schwer erreicht werden können. Es ist außerordentlich wichtig, Hohlräume vollständig zu trocknen, da sich sonst unbemerkt versteckter Schimmelpilz bildet und dieser zu permanenter Gesundheitsbeeinträchtigung und Bausubstanzschädigung führen kann.

 

Adsorptionstrockner: Ein Adsorptionstrockner erzeugt kein Kondensat, sondern die feuchte Raumluft wird über einen Rotor (Trockenrad) geführt, die Luftfeuchte adsorptiv gebunden und beim Regenerationsprozess wieder als Feuchtluft ins Freie über Abluftschläuche abgeleitet. Die Fläche des Rotors ist mit einem Sorptionsmittel (Silikagel) beschichtet. Unabhängig von der Temperatur der einströmenden feuchten Luft wird der Luft die Feuchtigkeit entzogen, da das Silikagel eine extrem hohe Affinität zu Wasser hat (adsorptive Bindung). Die getrocknete Luft, die den Adsorptionstrockner wieder verlässt, wird für die Trocknung des Wasserschadens verwendet. Während des Adsorptionsvorgangs durchläuft das Trockenrad einen zweiten Bereich im Trocknungsgerät, in dem ein weiterer, erwärmter Luftstrom dem Rotor mit dem Sorptionsmittel die Feuchtigkeit wieder entzieht und sie aus dem Adsorptionsgerät abführt. Das Sorptionsmittel wird so wieder regeneriert.

 

Auch ein Adsorptionstrockner kann mit einem Verdichter kombiniert werden. Dies ist bei der Trocknung von Balkenzwischenfeldern, Dielenböden oder Trittschalldämmungen unter einem Estrich sinnvoll. Der Verdichter sorgt dafür, dass die trockene Luft des Adsorbers in die feuchten Bereiche der Bausubstanz eingepresst wird.

 

Beispiel: Estrichtrocknung

 

Wenn nun Wasser durch einen Wasserschaden in die Dämmung unter den Estrich läuft, muss durch ein Trocknungsverfahren die Feuchtigkeit in der Dämmung beseitigt werden. Folgeschäden wie Schimmelpilzbefall werden so vermieden.

wasserschaden1

Der Adsorptionstrockner sorgt für trockene Luft, die Turbine saugt diese an und befördert diese über die Schläuche in die vorher gebohrten Bohrlöcher im Estrich. Die trockene Prozessluft wird durch die Dämmschicht unter dem Estrich mit Druck eingepresst und nimmt die dort vorhandene Feuchtigkeit aus dem Wasserschaden auf und führt sie mit. Am Rand der Estrichplatte (Sockelleistenbereich) werden Randfugenöffnungen angelegt, aus denen nun entstandene Feuchtluft wieder aus dem Fußboden austreten kann. Die feuchte Luft wird wieder vom Adsorptionstrockner aufgenommen, die Feuchte über Abluftschläuche ins Freie abgeleitet und so der Estrich sukzessive abgetrocknet. Es entsteht ein Kreislauf.

 

Der Feuchtigkeitsgehalt der Austrittsluft im Bereich der Randfuge wird mit einem Luftfeuchte-Messgerät gemessen und ins Messprotokoll eingetragen. Dadurch kann der Trocknungsfortschritt festgestellt und auch dokumentiert werden. Ob die Turbine Trockenluft in den Fußboden drückt oder aber die feuchte Luft aus der Dämmung mit Wasserabscheider saugt (siehe Bild), ist vom Bodenaufbau und von der Gefahr der Schimmelpilzbildung abhängig. Liegt bereits Schimmelpilzbefall in der Dämmschicht vor, sollte zwingend das Saugverfahren mit HEPA-Filterung ausgeführt werden, ansonsten bläst man Schimmelpilzsporen aus den Randfugen kontinuierlich in die Raumluft.