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Alternaria spp.

Alternaria spp.: Alternaria ist eine zu den Dematiaceae (Schwärzepilze) gehörende Gattung der Imperfekten Pilze (Fungi imperfecti oder Deuteromycetes) mit kosmopolitischer Verbreitung. Alternaria umfasst gegenwärtig ca. 50 Arten, die an pflanzlichem Material anzutreffen sind. Bedeutende Materialzerstörer, Lebensmittelverderber, Allergene und Mykotoxinproduzenten gehören ebenfalls zur Gattung Alternaria.

     

A. alternata gilt als starker Allergieauslöser, können jedoch auch Onychomykosen auslösen. Alternaria-Arten brauchen zum Wachstum relativ viel Feuchtigkeit (>22 % Materialfeuchte).

Hyphen und Konidien sind durch Melanin-Einlagerungen dunkel gefärbt. Die Konidien sind mehrzellig mit Quer- und (manchmal auch) Längswänden und relativ dickwandig. Durch Alternaria gebildete Mykotoxine sind Tenuazonsäure, Altenuen, Altenusin, Alternariol, Alternariolmonomethylether, Altertoxin I, II, III u.a. A.alternata produziert auch das pflanzenpathogene Tentoxin, welches die Chloroplasten-Produktion inhibiert.

              

Abb.: Tenuazonsäure, Altenuen, Altenusin, Alternariol, Alternariolmonomethylether, Altertoxin I, II, III und Tentoxin

Alternaria-Toxine zeigen akute und chronische Wirkungen. Die LD50 -Werte für Alternariolmonomethylether, Alternariol, Altenuen und Altertoxin in Mäusen werden mit 400, 400, 50 bzw. 200 mg pro kg Körpergewicht angegeben; die für die Tenuazonsäure liegen bei 162 (männliche Mäuse) und 115 mg/kg (weibliche) mg/kg (i.v.). Eine Kontamination mit Alternariol, Alternariolmonomethylether, Tenuazonsäure und, in einigen Fällen, mit Altertoxin I wird in der Regel bei Obst und Gemüse (Tomaten, Oliven, Mandarinen, Paprika, Äpfel), Getreide (Hirse, Hirseprodukte, Weizen, Roggen, Reis und Tabak) und Ölsaaten berichtet. Alternariol und Alternariolmonomethyether können auch in mit Schimmel befallenen Baustoffen auftreten.